Regionale Quinoa aus Deutschland

Der Trend, vor allem regionale Produkte in der Gastronomie zu verwenden, ist nicht neu. Neu allerdings sind Versuche, Produkte aus Übersee auch in Europa anzubauen oder zu produzieren. Dabei hängt der Erfolg nicht nur vom Engagement der Landwirte und Produzenten in Deutschland ab, sondern auch von neuen Züchtungen oder Produktionsmethoden, die ohne Genmanipulation auskommen. Zwei Beispiele stellen wir hier vor. 

Quinoa ist das beliebteste Superfood am Frühstücksbuffet. Ob Müsli, Joghurt oder Obstsalat, die proteinhaltigen Samen passen zu fast allem. Die Kehrseite der Beliebtheit ist allerdings weniger bekannt. Durch die enorm gestiegene Nachfrage sind die Preise für Quinoa in den letzten 10 Jahren um das zehnfache gestiegen. Die Bewohner der Anbauregionen in Südamerika, für die Quinoa ein Grundnahrungsmittel ist, können sich die Samen nicht mehr leisten. Das gestiegene Ernährungsbewußtsein bei uns führt zu steigendem Verzehr von Pommes Frites in den Erzeugerländern. Hinzu kommt die rasante Industrialisierung der Produktion. Anbauflächen werden erweitert, dringend notwendige Brachen nicht eingehalten und die Böden verlieren ihre Fruchtbarkeit. Das Ergebnis sind schlechte Erträge. 

Die Lösung liegt auf der Hand: Quinoa in Deutschland anbauen. Vor einigen Jahren ist es Instituten gelungen, ohne Genmanipulation Sorten zu züchten, die auch im mitteleuropäischen Klima angebaut werden können. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Den die neuen Quinoa Sorten haben weniger Bitterstoffe und können sogar als Vollkorn angeboten werden. 

Fehlt nur noch eine Vermarktungsplattform. Denn die Anbauflächen sind noch relativ klein und der Zugang zum von ausländischen Anbietern dominierten Markt ist schwierig. Ein Unternehmer aus Augsburg stellt sich dieser Herausforderung. In einem Online-Shop bietet er ausschliesslich regional angebautes Quinoa und verspricht, jeden Landwirt persönlich zu kennen. Damit wird die einwandreie Qualität gesichert. 

 

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